Laudes

Die Laudes ist das Morgengebet der Kirche und Bestandteil der sogenannten Tagzeitenliturgie, die auch als Stundengebet bezeichnet wird. Entstanden ist das Stundengebet aus der jüdischen Tradition und deren Verpflichtung, sich dreimal täglich zum Gebet zu versammeln.

Hier ist auch das Beten der Psalmen verwurzelt, das in der Tagzeitenliturgie einen entscheidenden Anteil hat. Vor dem zweiten Vatikanischen Konzil war diese Gebetsform, auch aufgrund der Fülle (ursprünglich wurden alle Psalmen innerhalb eines Tages und ausschließlich in lateinischer Sprache gebetet), den Priestern und Ordensleuten vorbehalten. Mit der Liturgiereform wurde der Umfang auf das heutige Maß reduziert (vier Wochen Psalter) und gleichzeitig das Stundengebet in den einzelnen Landessprachen umgesetzt, um allen Christen zu ermöglichen, Kraft aus dem täglichen Gebet zu ziehen.

Die Laudes soll den Gläubigen helfen, den Tag im Angesicht Gottes zu beginnen, darum sind neben den Psalmen auch der Hymnus als Lobpreis und das Benedictus, der Lobgesang des Zacharias, der Gott für die Geburt seines Sohnes preist, fester Bestandteil dieser Gebetsform. Darüber hinaus legt der Betende bei der Laudes den bevorstehenden Tag in die Hände Gottes, um aus seiner Kraft zu leben und zu handeln. Jede Woche gibt es in unserer Pfarreiengemeinschaft die Möglichkeit, die Laudes in Gemeinschaft und als Wechselgebet zu sprechen und zu singen.